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LZ Artikel vom 12.Dez: Von Wüste und Weihnachten
“Flutissima” nimmt sein Publikum im Bardowicker Dom mit auf die musikalische Reise
sel Bardowick. In die afrikanische Savanne, die nordamerikanische Prärie und in Tarzans Urwald ging es im Rahmen der musikalischen Reise, zu der Flutissima bei seinem Weihnachtskonzert am Sonnabend eingeladen hatte. Stüce aus den Musicals “König der Löwen” und “Tarzan” wurden ebenso gespielt wie “Ghost riders in the sky”, das sofort an wettergegerbte Cowboys in der Prärie denken ließ. Einmal mehr stellte das Blasorchester sein enormes Repertoire unter Beweis - von “The Patriot” über “Pokerface” bis hin zu “Lean on me”. Vorne weg Nicole Maack, die den Rhythmus vorgab und das Orchester in der ihr eigenen unaufdringlichen und souveränen Art dirigierte.
 
Die ansteckend gute Laune der zierlichen Blondine übertrug sich schnell auf die jungen Musiker - von Nervosität war so gut wie nichts zu spüren. Bei Stücken wie “Baby Elephant Walk” schien es gar als ob sie eigens für “flutissima” komponiert worden wären - wenn sich kleine Elefanten vorwitzig und frech gegen die Erwachsenen auflehnen, kecke Trompeten gegen getragene Posaunen antreten.
  
Pastor Willi Mann begrüßte ein großes Publikum in einem nahezu komplett belegten Dom mit einer Fabel. Tiere streiten sich darüber, was das Wichtigste an Weihnachten sei. Die diebische Elster plädiert für Schmuck, der eitle Pfau für ein neues Kleid und der schleckermäulige Bär für Honigstollen. “Oder ist es doch das Kind, fragte der Ochse. Und ob das die Menschen wissen”, so zitierte Mann. Die Besucher des Weihnachtskonzertes wissen es jedenfalls, denn natürlich standen auch einige weihnachtliche Stücke auf dem Programm. So trug die BläserKlasse 2010 unter anderem “Kling Glöckchen Kling” vor, die Nachwuchstalente an Piccolino und Saxonett präsentierten “Morgen kommt der Weihnachtsmann”, die BläserKlasse 211 “Ihr Kinderlein kommet”. Das Ensemble überzeugte mit “Bist Du bei mir” und “Cazadanski”.
  
Auch die kurzweilige Moderation des musikalischen Nachmittages hatten die Kinder und Jugendlichen selbst übernommen, um die Instrumente vorzustellen, mit denen die mehr als 100-köpfige “Flutissima”-Familie musiziert. So sind Tuba und Euphonium für die tiefen Töne im Orchester zuständig, wohingegen die Trompete das höchste Blechblasinstrument im Orchester ist. Und nebenbei bemerkt “echt was für coole Typen”, wie dem Publikum fachmännisch erläutert wurde. So war das Weihnachtskonzert nicht nur eine rundum gelungene Einstimmung auf das anstehende Fest, sondern auch gut gemachte Werbung in eigener Sache.
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